Hochalpine Schutzhütte am Fuß der Wildspitze
Am Fuß der Wildspitze, westlich von Vent in den Ötztaler Alpen, liegt auf 2.844 m die Breslauer Hütte. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Breslau des Deutschen Alpenvereins (DAV), die ihren Sitz in Stuttgart hat. Ein Patenverhältnis besteht mit der Sektion Tuttlingen des DAV, die keine eigene Hütte hat.
Die Wildspitze (3.768 m) ist von der Hütte in 3,5 Stunden erreicht, der Hintere Brochkogel (3.628 m) in 3 Stunden und der Ötztaler Urkund (3.556 m) in 2 Stunden. Über die Rofenkarhöhe (3.008 m) führt ein Weg in 1,5 Stunden auf das Wilde Mannle (3.023 m).
Übernachten auf der Breslauer Hütte
Die Breslauer Hütte hat 166 Schlafplätze in zwei Gebäuden. Ein Hüttenschlafsack ist Pflicht. Für Skitourengeher gibt es ein Winterhaus, das ganzjährig offen steht. Ausgezeichnet ist die Hütte mit dem Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten.
Zustieg zur Breslauer Hütte
Von Vent (1.896 m) sind es 3 Stunden zur Hütte. Bei Benutzung des Sessellifts ab Vent dauert der Zustieg über Stablein (2.356 m) 1,5 Stunden; ab der Bergstation (2.646 m) sind es 1 Stunde bis zur Hütte. Von den Rofenhöfen (2.014 m) dauert der Aufstieg 2,5 Stunden.
Über den Seuffertweg ist die Vernagthütte in 2,5 Stunden erreicht. Zur Braunschweiger Hütte (4 Stunden) und zum Taschachhaus (3 bis 4 Stunden) führen Übergänge über Gletscher.
Gut zu wissen:
Am 20. August 1882 weihte die Sektion Breslau des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) die Breslauer Hütte als unbewirtschaftete Unterkunftshütte mit 15 Übernachtungsplätzen ein. 1896 kam ein zweistöckiges Querhaus hinzu, 1913 ein vierstöckiger Bettenbau. Erweiterungen und umfangreiche Sanierungen folgten 1928 und 1971. 1997 entstand das Winterhaus, im Jahr darauf erhielten das Haupthaus ein neues Dachgeschoss und die Gaststube einen Kachelofen.