Stützpunkt am Stubaier Höhenweg über Falbeson
Die Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt auf 2.286 m in den Stubaier Alpen die Neue Regensburger Hütte. Sie liegt im Schutzgebiet am Falbesoner Bach, auf einer Steilstufe oberhalb der Falbesoner Ochsenalm. Seit der Saison 2023 kocht die Hütte als erste Berghütte in Tirol nur noch vegetarisch. Neben ihr fällt ein Wasserfall herab, dahinter breitet sich das Hohe Moos aus, ein Hochmoor.
Die Neue Regensburger Hütte ist Stützpunkt am Stubaier Höhenweg und für Familien mit Kindern ab etwa 8 Jahren geeignet. Zur Kreuzspitze (3.082 m) und zum Hausberg, der Östlichen Knotenspitze (3.100 m), sind es 2 Stunden, zur Ruderhofspitze (3.473 m) 4 Stunden. In 1 Stunde erreicht man den Falbesoner See (2.580 m).
Übernachten auf der Neuen Regensburger Hütte
Die Hütte hat 101 Schlafplätze, davon 65 in Zimmern und 36 im Matratzenlager, in dem das Winterlager enthalten ist. Dazu kommen moderne Waschräume und ein Seminarraum. Die Stuben aus der Erbauungszeit sind im Originalzustand erhalten. Den Strom liefert ein Kleinwasserkraftwerk.
Zustieg zur Neuen Regensburger Hütte
Die Wanderung beginnt in Falbeson am Hüttenparkplatz beim Waldcafé. Über die Falbesoner Ochsenalm dauert der Aufstieg 2½ bis 3 Stunden. Die Materialseilbahn von Falbeson befördert in eingeschränktem Umfang auch Personen. Zur Franz-Senn-Hütte führen zwei Übergänge in je 4 Stunden: über das Schrimmennieder auf dem Stubaier Höhenweg oder über die vergletscherte Hochmoosscharte. Bis zur Dresdner Hütte über die Grawagrubennieder sind es 6 Stunden.
Gut zu wissen:
Die Sektion Regensburg baute die Hütte 1930/1931 als Ersatz für ihre Regensburger Hütte in der Geislergruppe der Dolomiten, die sie nach dem Ersten Weltkrieg verloren hatte. Seit 2013 steht der Bau unter Denkmalschutz. 2018 und 2019 entstand ein hölzerner Anbau nach Entwurf von Rainer Köberl. Hinter der Hütte führt seit 2020 ein Klettersteig (C/D) hinauf, dazu gibt es einen sanierten Klettergarten. Geöffnet ist die Hütte von Mitte Juni bis Ende September oder Anfang Oktober, je nach Wetterlage.