DAV-Hütte im Höllental am Weg zur Zugspitze
Im Wettersteingebirge, im schmalen Taleinschnitt zwischen Höllental-Blassen- und Waxenstein-Riffelwand-Kamm, liegt auf 1.387 m die Höllentalangerhütte. Die Hütte auf dem Gebiet der Gemeinde Grainau gehört der Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie ist Stützpunkt für die Besteigung der Zugspitze (2.962 m) durch das Höllental: In 5 Stunden führt der Weg über den Höllentalferner und einen Klettersteig zum Gipfel.
Auf der Exkursion „Top of Germany“ übernachten wir hier. Weitere Gipfelziele sind die Alpspitze (2.628 m), die über das Matthaisenkar, die Grieskarscharte und einen Klettersteig in 4 Stunden erreicht wird, und der Große Waxenstein (2.277 m) in 2 bis 3 Stunden.
Übernachten auf der Höllentalangerhütte
Die Höllentalangerhütte hat 80 Schlafplätze und ist von Ende Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet. Seit 1968 versorgt eine Materialseilbahn die Hütte. Für ihre umweltfreundliche Infrastruktur trägt sie ein Umwelt-Gütesiegel.
Zustieg zur Höllentalangerhütte
Der Hauptzustieg beginnt in Hammersbach oder Obergrainau und führt durch das Höllental und die Höllentalklamm in etwa 2 Stunden und 700 Hm zur Hütte. Über den Stangensteig sind es ab Hammersbach 2½ Stunden. Vom Kreuzeckhaus (1.652 m) geht es über das Hupfleitenjoch und die Knappenhäuser in 2½ Stunden zur Hütte. Vom Osterfelderkopf, der Bergstation der Alpspitzbahn, dauert der Weg über die Rinderscharte etwa 4½ Stunden, über Hupfleitenjoch und Knappenhäuser etwa 4 Stunden. Die Wege vom Kreuzeckhaus und vom Osterfelderkopf verlangen Trittsicherheit. Der Übergang zum Eibsee (972 m) über die Riffelscharte (2.161 m) dauert 4 Stunden.
Gut zu wissen:
Ab 1882 baute die Sektion München die Wege ins Höllental aus. Am 16. Juni 1894 eröffnete die Sektion die erste Höllentalhütte, eine Blockhütte mit 6 Matratzen und 16 Heulagern. Seit März 2017 ist dieses Blockhaus im Außengelände des Alpinen Museums München zugänglich. Nach dem Abriss des Vorgängerbaus im September 2013 wurde am 23. August 2015 der Neubau eröffnet. Wegen der großen Lawinengefahr im Höllental hat er ein Pultdach statt eines Satteldachs.