Bergsteigerschule Zugspitze
Gebiet

Kilimandscharo

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Der Kilimandscharo erhebt sich im Norden Tansanias nahe der Grenze zu Kenia und erreicht am Uhuru Peak 5.895 m. Damit ist er der höchste Berg Afrikas. Das gewaltige Vulkanmassiv besteht aus drei Vulkanzentren: dem erloschenen Shira, dem stark erodierten Mawenzi und dem ruhenden Kibo, auf dessen Kraterrand der höchste Punkt liegt. Weil sich der Kilimandscharo ohne vorgelagerte Gebirgskette aus den Ebenen Ostafrikas erhebt, überragt sein Gipfel das umliegende Land um mehrere tausend Meter.

Mehrere Trekkingrouten führen durch deutlich voneinander abgegrenzte Vegetations- und Höhenstufen zum Gipfel. Auf Kulturland und Bergwald folgen Heide- und Moorlandschaften, darüber eine karge alpine Wüste und schließlich die frostgeprägte Gipfelregion. Die Marangu-Route verfügt als einzige der klassischen Routen über Hütten, während auf den übrigen Routen überwiegend in Zelten übernachtet wird. Technisch ist der Normalanstieg eine Trekkingtour, doch die enorme Höhe macht eine langsame Akklimatisation und ausreichend lange Routenplanung entscheidend.

Die erste dokumentierte Besteigung des Kibo gelang 1889 Hans Meyer und Ludwig Purtscheller mit Unterstützung einheimischer Begleiter, darunter der Chagga Yohanas Kinyala Lauwo. Die Menschen der Chagga leben seit Jahrhunderten an den fruchtbaren Hängen des Kilimandscharo und entwickelten dort ein ausgeklügeltes System aus Landwirtschaft und Bewässerung. Kaffee, Bananen und andere Nutzpflanzen gedeihen auf den vulkanischen Böden und bilden einen starken Gegensatz zur kargen Gipfelregion.

Besonders sichtbar ist der Wandel an den Gletschern des Kibo. Seit Beginn der wissenschaftlichen Vermessungen Anfang des 20. Jahrhunderts ist der überwiegende Teil der damaligen Eisfläche verschwunden. Die verbliebenen Eisfelder liegen wie helle Wände und einzelne Eiskappen am Kraterplateau und an seinen Rändern. Der Kilimandscharo-Nationalpark schützt die höheren Bereiche des Massivs und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Bekannte Ziele im Gebiet
Moshi
Kilimanjaro National Park
Machame
Lava-Turm 4689m
Uhuru-Gipfel 5895m

Land

Tansania

Orte im Gebiet

Moshi
Boma la Ngombe
Taveta
Tarakea

Trekking auf Afrikas höchsten Berg

Trekking auf den Kilimandscharo

Mehrere Routen führen auf den Kilimandscharo, von der hüttengestützten Marangu-Route bis zur steileren Umbwe-Route. Der Aufstieg führt durch verschiedene Vegetations- und Höhenstufen: von Kulturland und Bergregenwald über Heide- und Moorlandschaften bis zur alpinen Wüste und frostgeprägten Gipfelregion auf 5.895 m. Technische Bergsteigerkenntnisse sind auf den Normalrouten nicht erforderlich. Entscheidend sind gute Kondition, langsamer Aufstieg und ausreichend Zeit zur Akklimatisation.

Anreise & Logistik Kilimandscharo

Moshi ist der wichtigste Ausgangsort für Besteigungen, auch Arusha wird häufig genutzt. Der Kilimanjaro International Airport liegt zwischen beiden Städten und bietet internationale Flugverbindungen. Besteigungen im Nationalpark müssen mit registrierten Guides durchgeführt werden; Parkgebühren und entsprechende Genehmigungen sind vorgeschrieben. Je nach gewählter Route dauert der Auf- und Abstieg meist fünf bis neun Tage, wobei längere Varianten mehr Zeit zur Akklimatisation bieten.

Saison & Klima am Kilimandscharo

Günstige Zeiten für eine Besteigung sind vor allem Januar und Februar sowie Juni bis Oktober. Die lange Regenzeit fällt überwiegend in die Monate März bis Mai, eine kürzere Regenperiode meist in November und Dezember. Durch den gewaltigen Höhenunterschied ändern sich Temperatur und Wetter während des Aufstiegs stark: Am Fuß herrschen tropische Bedingungen, während in der Gipfelregion ganzjährig mit Frost, Wind und Schnee gerechnet werden muss.

Gut zu wissen:

Während der deutschen Kolonialzeit hieß der höchste Punkt des Kilimandscharo Kaiser-Wilhelm-Spitze, benannt nach Kaiser Wilhelm II. Hans Meyer gab dem Gipfel diesen Namen nach der Erstbesteigung 1889; auf deutschen Landkarten blieb er bis zum Ende der Kolonialzeit gebräuchlich. Nach der Unabhängigkeit Tanganjikas 1961 erhielt der Gipfel den Namen Uhuru Peak – „Uhuru“ bedeutet auf Swahili „Freiheit“.

Beste Reisezeit für den Kilimandscharo

Trekking & Wanderreisen
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Häufige Fragen zum Kilimandscharo

Welche Kondition brauche ich für Trekking auf dem Kilimandscharo?

Für das Kilimandscharo-Trekking ist sehr gute Kondition erforderlich. Alle Routen erfordern Konditionsstufe 5, da der Aufstieg auf 5.895 Meter über mehrere Tage eine außergewöhnliche körperliche Belastung darstellt.

Wie lange dauert eine typische Trekkingreise auf den Kilimandscharo?

Eine typische Kilimandscharo-Trekkingreise dauert 14 bis 17 Tage inklusive An- und Abreise. Die reinen Bergtouren variieren je nach Route zwischen 6-7 Tagen auf der Machame-Route und längeren Varianten mit zusätzlicher Akklimatisation am Mount Meru.

Wann ist die beste Reisezeit für Trekking auf dem Kilimandscharo?

Die beste Reisezeit für Kilimandscharo-Trekking ist Januar bis März und Juni bis Oktober. Diese Monate liegen außerhalb der beiden Regenzeiten (März bis Mai und November), wenn Schneefälle häufiger auftreten und die Bedingungen schwieriger werden.

Wie kalt wird es nachts auf dem Kilimandscharo?

Die nächtlichen Temperaturen am Kilimandscharo fallen auf durchschnittlich -9°C im Gipfelbereich. Bei extremer Strahlungsabkühlung können die Temperaturen am Nordeis-Feld auf -15 bis -27°C sinken, während die Durchschnittstemperatur im Gipfelbereich bei -7°C liegt.

Wie komme ich zum Kilimandscharo ab Arusha oder Moshi?

Der Kilimandscharo International Airport dient als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Anreise. Von dort erreicht man die Ausgangspunkte der Trekkingrouten wie das Machame-Tor auf 1.808 Meter oder andere Routeneinstiege in der Region um Moshi.

Brauche ich alpine Erfahrung für das Kilimandscharo-Trekking?

Für das Kilimandscharo-Trekking ist keine alpine Erfahrung erforderlich. Die Routen sind technisch einfach bis mittelschwer und führen über Wanderwege ohne Gletscherquerungen oder Kletterpassagen zum höchsten Punkt Afrikas auf 5.895 Meter.

Welche Trekkingrouten auf dem Kilimandscharo haben die höchsten Erfolgsquoten?

Die Lemosho-Route bietet durch ihren längeren Verlauf gute Möglichkeiten zur schrittweisen Akklimatisation und gilt deshalb als eine der empfehlenswerten Routen auf den Kilimandscharo. Die Chancen auf den Gipfel steigen vor allem mit ausreichend Zeit, langsamem Aufstieg und sinnvoll eingeplanten Akklimatisationstagen. Höhenkrankheit bleibt dennoch das größte gesundheitliche Risiko und kann unabhängig von Kondition und Bergerfahrung auftreten..

Bekannte Ziele am Kilimandscharo

Sonstige

Moshi

Moshi liegt auf 890 m Höhe am Südhang des Kilimandscharo in Tansania. Die Stadt dient als wichtigster Ausgangspunkt für alle Kilimandscharo-Routen und als logistisches Zentrum für Trekkingtouren zum höchsten Berg Afrikas. Sieben offizielle Routen führen vom Stadtgebiet auf den 5.895 m hohen Uhuru-Gipfel.

Schutzgebiet

Kilimanjaro National Park

Der Kilimandscharo-Nationalpark umfasst das gesamte Kilimandscharo-Massiv mit den drei Vulkanen Kibo, Mawenzi und Shira auf 1.800 bis 5.895 m Höhe. Das 1.668 km² große Schutzgebiet wurde 1987 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Ausgangspunkt für Trekkingtouren zum höchsten Gipfel Afrikas über verschiedene Routen wie Machame und Umbwe.

Dorf

Machame

Machame war das größte und mächtigste der historischen Chagga-Königreiche am Kilimandscharo. Das Königreich lag im fruchtbaren Kikafu-Flussbecken an den Südhängen des Berges. Heute ist Machame Ausgangspunkt der gleichnamigen Trekkingroute auf den Gipfel.

Vulkan 5.149 m

Kibo

Der Kibo bildet mit 5.895 m den höchsten Gipfel des Kilimandscharo-Massivs und ist Teil des ruhenden Stratovulkans in Tansania. Als größter der drei Vulkankegel überragt er Mawenzi und Shira deutlich. Der Normalweg führt über steile Ascheflanken zum Kraterrand.

Vulkan 2.962 m

Shira

Der Shira erhebt sich auf 3.962 m als dritthöchster Berg des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Als ältester der drei erloschenen Vulkane ist sein Gipfel durch jahrmillionenlange Erosion zu einem plateauartigen Haupt abgetragen. Der Berg liegt etwa 15 km westlich des Kibo und ist über einen ausgedehnten Sattel mit diesem verbunden.

Vulkan 5.149 m

Mawenzi

Der Mawenzi erhebt sich auf 5.149 m als zweithöchster Gipfel des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Der erloschene Vulkan gilt als technisch anspruchsvoll und wesentlich schwieriger zu besteigen als der benachbarte Kibo. Seine stark verwitterte Gipfelregion trägt steile Felswände und brüchiges Gestein.

Stadt

Marangu

Marangu ist einer der Hauptzugangsorte zum Kilimandscharo in der Region Moshi. Der Ort liegt 39 km von Moshi entfernt und ist Ausgangspunkt der populären Marangu-Route. Die viereinhalbTage-Route gilt als technisch einfachste Aufstiegsroute auf den höchsten Berg Afrikas.

Stadt

Loitokitok

Loitokitok liegt in den Ausläufern des Mount Kilimandscharo an der Grenze zwischen Kenia und Tansania. Die kleine Stadt dient als strategischer Ausgangspunkt für Kilimandscharo-Besteigungen von der kenianischen Seite. Der Ort bietet direkten Blick auf Afrikas höchsten Berg.

Wasserfall

Materuni Waterfall

Der Materuni-Wasserfall liegt auf 1.540 m Höhe am Mware-Fluss im Dorf Materuni. Der Wasserfall befindet sich am Rand des Kilimandscharo-Nationalparks in Nordost-Tansania.

Gipfel 4.689 m

Lava-Turm

Der Lava-Turm erhebt sich auf 4.689 m am Westhang des Kibo-Massivs als markante vulkanische Felsformation. Der auch als Shark's Tooth bezeichnete, 90 m hohe Plug entstand vor über 150.000 Jahren aus erstarrter Lava in einem Vulkanschlot. Zentrale Akklimatisierungsstation für alle großen Kilimandscharo-Routen.

Gipfel 5.895 m

Uhuru-Gipfel

Der Uhuru-Gipfel bildet mit 5.895 m den höchsten Punkt des Kilimandscharo-Vulkans und ganz Afrikas. Der Gipfel liegt am südlichen Kraterrand des ruhenden Stratovulkans Kibo. Mit einer Prominenz von 5.885 m zählt er zu den markantesten Bergen der Erde.

Höhle

Shira-Höhle

Die Shira-Höhle liegt auf dem Shira-Plateau am Kilimandscharo und diente frühen Bergsteigern als Notunterkunft. Der nahegelegene Lagerplatz Shira Cave Camp auf 3.840 m ist nach dieser historischen Höhle benannt.

Gebiete in der Nähe des Kilimandscharo

Camps und Lodges am Kilimandscharo

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