Graf Czernin hielt in den 1920er-Jahren einen lebenden Gorilla im Schloss, den er von einer Großwildjagd aus Afrika mitgebracht hatte. Das Tier starb, nachdem es versehentlich Silberputzmittel getrunken hatte.
Schloss Kassegg
Schloss Kassegg ist ein 1886 im Stil des Historismus erbautes Jagdschloss am Erbsattel zwischen Großreifling und Sankt Gallen. Das Schloss diente als Refugium prominenter Persönlichkeiten wie Graf Czernin, dem letzten Außenminister der k.u.k. Monarchie. Heute beherbergt es ein Naturhotel inmitten der Gesäuseberge.
Historistisches Jagdschloss am Erbsattel
Das Jagdschloss liegt strategisch am Erbsattel in den Gesäusebergen und verbindet die Orte Großreifling und Sankt Gallen. Georg Ritter von Aichinger, Initiator der Kronprinz Rudolf Bahn, ließ das Schloss nach dem Vorbild der Schlösser Ludwigs II. errichten. Ein Münchner Architekt, der auch an Neuschwanstein beteiligt war, soll den Entwurf geliefert haben.
Nach wechselvoller Geschichte als Jagdschloss, Kinderheim und Ferienresort fungiert Kassegg heute als Ausgangspunkt für Wanderungen im Gesäuse. Die Lage zwischen den Hauptorten Admont und Großreifling macht das Schloss zum idealen Stützpunkt für Touren in die Ennstaler Alpen. Der verwilderte Schlosspark und die Nähe zur Ennstaler Hütte bieten Erholungsmöglichkeiten nach alpinen Unternehmungen.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in den Ennstaler Alpen
Gesäuse
Das Gesäuse erstreckt sich über 123 km² zwischen Admont und Hieflau in der Obersteiermark. Der 2002 gegründete Nationalpark schützt die markanten Kalkgipfel der Gesäuseberge und die wilde Ennsschlucht. Mit dem 2.369 m hohen Hochtor liegt hier der höchste Gipfel der Ennstaler Alpen.
Admonter Reichenstein
Der Admonter Reichenstein erhebt sich auf 2.251 m als höchster und östlichster Berg der Reichensteingruppe in den Ennstaler Alpen. Der markante Kalkgipfel besitzt drei Erhebungen und ist auf allen Seiten von steilen Wänden umgeben. Eine Besteigung erfordert mindestens Kletterei im II. Grad.
Admont
Admont liegt in einem Talbecken an der mittleren Enns im westlichen Gesäuse. Die Marktgemeinde ist Ausgangspunkt für Touren zu Hochtor und Buchstein. Das berühmte Benediktinerstift beherbergt die größte Klosterbibliothek der Welt.
Hall
Hall bei Admont liegt am linken Ennsufer gegenüber von Admont am Fuße der Haller Mauern. Der Ort gilt als älteste Salzquelle der Steiermark und war bis 1543 urkundlich erwähnt. Seit 2015 ist Hall Teil der Gemeinde Admont.
Johnsbach
Johnsbach liegt auf 853 m im Nationalpark Gesäuse in den Ennstaler Alpen. Das Bergsteigerdorf ist Ausgangspunkt für Touren auf Hochtor und Admonter Reichenstein. Der historische Bergsteigerfriedhof erinnert an die alpine Tradition des Ortes.
Kalblinggatterl
Das Kalbling-Gatterl liegt auf 1.542 m in den Ennstaler Alpen. Der Pass bildet den Schlüsselpunkt des Normalwegs auf den Kalbling und verbindet die Klinke-Hütte mit dem Gipfelanstieg.
Buchauer Sattel
Der Buchauer Sattel liegt auf 861 m in den Ennstaler Alpen und verbindet über die B 117 Altenmarkt mit Admont. Der Pass trennt den Großen Buchstein von den Haller Mauern und das Mittlere Ennstal vom Tal des Großen Billbachs.
Sulzkarhund
Der Sulzkarhund ist ein 1.822 m hoher Pass in den Ennstaler Alpen. Eine markante Felsformation in Hundeform bildet eine charakteristische Landmarke auf Wanderrouten zwischen Hartelsgraben und Hesshütte.
Lugauer
Der Lugauer Ostgipfel erhebt sich auf 2.206 m in den Ennstaler Alpen am Rand des Nationalparks Gesäuse. Als nordöstlicher Gipfel des freistehenden Doppelgipfel-Massivs wird er durch die Lugauerscharte vom höheren Hauptgipfel getrennt. Die markante Felspyramide gilt wegen ihrer Form als steirisches Matterhorn.
Tamischbachturm
Der Tamischbachturm erhebt sich auf 2.035 m in den Ennstaler Alpen und ist der zweithöchste Berg der Buchsteingruppe im Nationalpark Gesäuse. Der Gipfel gilt als einer der leicht zu besteigenden Zweitausender im Gesäuse und bietet einen lohnenden Aussichtspunkt.
Häuselberg Leoben
Der Häuselberg bei Leoben bietet einen Klettergarten in den steirischen Ennstaler Alpen. Das Klettergebiet liegt in der Nähe der Universitätsstadt Leoben im Murtal. Die Region ist geprägt von der Grauwackenzone mit ihrer charakteristischen Geologie.
Gößeck
Das Gößeck erhebt sich auf 2.214 m als höchster Gipfel der Eisenerzer Alpen in der Steiermark. Der Hauptgipfel des Reitingstock bildet den nördlichen Abschluss des markanten Bergmassivs. Mit 832 m Prominenz überragt der Gipfel deutlich die umliegenden Berge der Grauwackenzone.
Berghütten in den Ennstaler Alpen
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