#reisebericht
Veröffentlicht: 22.09.2018
Autor: Sepp Aschauer

Wandern im Nationalpark Berchtesgadener Land am Königssee und Watzmann

Wandern für alpine Einsteiger

 

Gefuehrte Wanderungen in Berchtesgaden

Informationen zum Berchtesgadener Land

Das Berchtesgadener Land und der Nationalpark Berchtesgaden bieten für Wanderbegeisterte und Bergsteiger unendlich viele Tourenmöglichkeiten mit gemütlichen Hütten und einmaligen Ausblicken. Im folgenden möchten wir Euch eine Wanderung vorstellen, die ideal für „Einsteiger im alpinen Bergwandern“ geeignet ist. Der Königssee ist eingerahmt von der Bergwelt des Nationalparks. Im Westen das bekannte Watzmann Massiv und im Osten und Süden das Steinerne Meer mit den Erhebungen Jenner, Schneibstein, Teufelshörner, Schönfeldspitze und viele weitere Gipfel. Die Tour führt von Hütte zu Hütte, vorbei an malerischen Seen und über eine eindrucksvolle Karstlandschaft aus Kalk. Urzeitliche Reste finden sich in Form von Versteinerungen und Schliffen, die auf die Eiszeit und Verformung durch Eis und Wasser schließen lassen. Die urigen Hütten sind verbunden durch ein Netz von alpinen Bergwanderwegen, die mitten durch die Kernzone des Nationalparks führen. Da die Bergtour auf der Hochfläche führt, ist die Aussicht zum Königssee und zum Watzmann einfach grandios. Die Bergseen auf der Wandertour laden für ein beherztes Bad ein und garantieren eine Erfrischung. Genügend Zeit bleibt für Fotopausen und das Genießen der üppigen Flora und Fauna.

 

1. Etappe:
Die Wanderung durch den Nationalpark beginnt mit der Bootsfahrt über den Königssee. Fjordartig ist der See eingeschnitten und umrahmt vom steilen und felsigen Ufer. Das Trompetenspiel des Kapitäns an der berühmten Echowand vom Königssee lassen wir uns nicht entgehen. Froh sind wir allerdings, den Trubel des Sees an der Bedarfshaltestelle Kessel zu verlassen. Nach ein paar Minuten wird es ruhig auf dem Weg, der in Serpentinen in Richtung Königsbachalm und weiter zur Gotzenalm führt. Die Gotzenalm wird wegen der Aussicht und der Lage auf der Hochfläche als schönste Alm in Berchtesgaden bezeichnet. Saftige Wiesen, Almkühe und die einladende Hütte, in der wir übernachten, runden den ersten Tag der Wanderung ab.

 

2. Etappe:
Der Sonnenaufgang auf der Gotzenalm zählt zu den ganz Besonderen. Hellrot glüht die Watzmann Ostwand am Morgen und für Fotografen ist es ein Muss früh aufzustehen und ein paar Fotos zu schießen. Heute ist keine Eile geboten, da dieser Tag eher gemütlich startet und mit einer relativ kurzen Wegstrecke zur Wasseralm bleibt genügend Zeit die Aussicht und die Natur zu genießen. Wandern bedeutet nicht Kilometer und Höhenmeter zu sammeln, sondern im Vordergrund steht das Genießen. Dies ist der ideale Tag dafür. Aussichtspunkt um Aussichtspunkt wechseln auf dem Weg und man kann sich kaum satt sehen an dem Panorama, das sich eröffnet. Die Wasseralm ist ein kleines Einod und die malerische Hütte liegt auf einer Lichtung. Einfach ist die Hütte, aber genau diese Einfachheit suchen wir ja bei einer "Auszeit" aus dem Alltag und beim Eintauchen in die alpine Bergwelt bei einer Wanderung. "Weniger ist manchmal mehr" ist die Devise und ein frisch gezapftes Bier oder auch eine Buttermilch schmecken in dieser alpinen Umgebung besonders gut…

 

3. Etappe:
Die Königsetappe steht heute auf dem Programm. Der Weg zum Kärlingerhaus führt über die Hochfläche des Steinernen Meeres. Von der bewaldeten Almfläche geht es hinein ins karge Steinerne Meer und immer wieder wechselt die Vegetation. Genau entlang  der Baumgrenze führt der Weg vorbei an mehreren Seen, die zu einer Erfrischung einladen. Abwechslungsreich ist die Wanderung auf dem schmalen alpinen Wanderweg. Zirben, Lärchen und Latschen zeugen knorrig und verwachsen von den Naturgewalten, die im Winter und auch im Sommer hier herrschen. Aus Funk und Fernsehen ist der Funtensee, an dem das Kärlingerhaus steht, bekannt als kältester Platz Deutschlands. Dieser See und die zugehörige Alpenvereinshütte sind das Ziel dieser eindrücklichen Etappe. Wer will kann im Bergsee noch ein Bad nehmen, bevor es ans üppige und hervorragende Abendessen geht. Leider ist heute schon der letzte Tag auf der Runde und auch der letzte gemeinsame Hüttenabend im Kreise von anderen wanderbegeisterten Berggehern.

 

4. Etappe:
Die „Saugasse“ steht heute an. Woher der Name genau kommt weiß man nicht, aber einstimmig ist die Meinung, dass es mit der Überwindung des eigenen Schweinehundes zu tun haben muss. Man kann froh sein die 30 Kehren und über 400 Höhenmeter nach unten im Abstieg zu machen. Noch dazu hat es Schatten um die frühe Uhrzeit an diesem Tag. Der letzte Tag ist die Kür. Absteigend durch die karge Karst-Zone und weiter durch lichten Wald erreichen wir den dichten Bergwald und später die saftigen Wiesen am Rande des Königssee. Bevor es zum Bootsanleger geht, sollte man die letzte „ruhige“ Möglichkeit nutzen, ein Bad im Königssee zu nehmen. Ab dann überfordern die Menschenmassen in St. Barholomä, wo doch die letzten Tage so wunderbar ruhig gewesen sind…

 

Am Ende der Wanderung steht fest, dass dies ein kleiner und erster Vorgeschmack dessen war, was in Berchtesgaden auf Wanderwegen möglich ist. Viele weitere Touren, egal ob als Tageswanderung oder als Hüttentour, sind im Nationalpark Berchtesgaden möglich und zeigen die verschiedenen Facetten der einzigartigen Landschaft rund um den Königssee und den Watzmann.

 

Häufige Fragen zum Bergwandern

Buche hier Bergwandern in Berchtesgaden

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