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Geschichte der Bergsteigerschule Zugspitze

Seit 1969 in Garmisch Partenkirchen

 

1969

Während die Amerikaner auf dem Mond landen und Toni Hiebeler die 2000m hohe Ostwand des Pik Lenin durchsteigt, ist das Bergführerwesen Deutschlands auf Bergführervereine und darin enthaltene Bergschulen begründet. Zu diesem Zeitpunkt wird der Fahrtendienst des Deutschen Alpenvereins in DAV Berg- und Skischule umbenannt.

Der Garmisch Partenkirchner Bergführer Sepp Dengg geht neue Wege und gründet eine kommerzielle Bergschule als Einzelunternehmen. Die Bergsteigerschule Zugspitze ist geboren. Weitere Bergführer werden seinem Weg später folgen.

Die Eröffnungstour im Jahr 1969 geht selbstverständlich auf die Zugspitze.

 

1970

Adidas, der spätere Partner der Bergsteigerschule, stellt den ersten WM Ball für die FIFA Fussballweltmeisterschaft.

 

1971

adidas entwickelt für Stan Smith die gleichnahmigen Tennisschuhe. Bis heute haben sich diese Schuhe mehr als 40 Millionen mal verkauft.

 

1972

Die Firma Pieps beginnt mit der Entwicklung und Herstellung von Lawinenverschüttenensuchgeräten und stellt im Oktober 1972 das erste serienreife Lawinenverschüttetensuchgerät vor. Die Besten tragen adidas, so wird im Katalog des Herzogenauracher Unternehmens für die Deutsche Fussball Nationalmannschaft geworben. Bis heute hat sich daran nichts geändert.  Der Peutereygrat wird erstmals im Winter begangen.

 

1973

Die Bergsteigerschule Zugspitze feiert ihr 5-jähriges Bestehen. Leider ist heute nicht mehr bekannt, wieviel Bier damals getrunken wurde, wenig dürfte es aber auch schon damals nicht gewesen sein. Auf der schwäbischen Alb wird Hans Honold als Bauernsohn geboren, noch nicht wissend, dass er später einer der Bergschulleiter der Bergsteigerschule Zugspitze werden sollte.

 

1974

Kein einziger Mensch erreicht in diesem Jahr den Gipfel des Mount Everest.

 

1978 Der Erste Deutsche Bergführer auf dem Everest kommt von uns

Willi Klimek und Hubert Hillmaier, beide Teammitglieder der Bergsteigerschule Zugspitze besteigen im Rahmen einer Herrligkofer Expedition am 16. Oktober erfolgreich den Mount Everest 8848m. Hubert Hillmaier ist der erste Deutsche Bergführer auf dem Mount Everest.

Im einzigen heute noch vorhandenen Flyer kostet der Grundkurs Eis auf dem Taschachhaus 428.- € DM für 6 Tage mit Halbpension. Man trifft sich am Sonntag Abend auf der Hütte. Die Ausbildungsthemen sind bis heute nahezu gleich geblieben. Die Technik und der Gletscher haben sich allerdings gewaltig verändert.

 

1979

10-jähriges Jubiläum der Bergsteigerschule Zugspitze

 

1985

Die Bergsteigerschule führt zusammen mit dem Lawinenexperten Walter Kellermann mit Skitourenreisen nach Kanada und zum Ararat durch.

Der Jubiläumsgrat kostet 300.- DM pro Person.

Die Tour "9 Viertausender in einer Woche" führt Gäste in 7 Tagen ins Wallis und zum Gipfel des Mont Blanc. 5 Teilnehmer dürfen zum Preis von 720.- € mit. Heute darf der Mont Blanc nur noch mit maximal 2 Gästen geführt werden.

 

1986

Die Bergsteigerschule beginnt mit Skitourenreisen nach Griechenland und nach Norwegen. Die 14-tägige Tour in Norwegen kostet damals 2850.- DM ab Hamburg.

EDELRID wirbt im Heft der Bergsteigerschule Zugspitze mit dem Protege Ultralight Helm.

 

1987

Donnerstags startet die Bergsteigerschule Zugspitze immer mit Tagestouren durchs Höllental auf die Zugspitze. Die Tour kostet damals 80.- DM bei 4 Personen. Über diese Tour gibt es damals sogar einen Video Farbfilm mit Sepp Dengg in Gorters Freizeit Führer.

 

1988

Der Honorarsatz pro Tag für einen Bergführer im Werdenfelser Land liegt bei 260.- € DM.

Der Verband Deutscher Berg- und Skiführer empfiehlt die Silvretta 402 Bindung als "das Sicherheitssystem für Pistenspaß und Tourengehen. Damals wirklich eine sehr gute Bindung.

 

1989

Die Bergsteigerschule Zugspitze feiert Ihr 20-Jähriges Jubiläum. Hierzu werden die Jahreshefte der Bergsteigerschule Zugspitze überarbeitet. Dieses Format hält sich bis heute.

Der Jubiläumsgrat kostet jetzt 360.- DM pro Person. Noch immer steigen die Bergführer Donnerstags durchs Höllental auf die Zugspitze. Die Tour kostet jetzt 85.- DM pro Person.

 

1990

Sepp Dengg blickt nun auf eine 25- jährige Erfahrung als Bergführer zurück. Mittlerweile hat sich das Bergführerteam vergrößert. Junge Bergführer wie Alois Lösl und Günther Durner kommen ins Team. Bei Sport Conrad in Garmisch eröffnet die Geschäftsstelle der Bergsteigerschule Zugspitze. Auf der Zugspitze wird das Hotel Schneefernerhaus geschlossen.

 

1991

Ein ungewöhnlich stabiler und langer Sommer beschert den Bergführern der Bergsteigerschule Zugspitze viele Führungstage mit Gästen in den heimischen Bergen und den Westalpen. Die Geschäftsstelle bei Sport Conrad ist beliebter Anlaufpunkt für Gäste um einen Bergführer für die Zugspitze zu buchen.

 

1992

Fernwanderwege kommen ins Programm. Mit dem Dolomitenhöhenweg Nr 2 werden die ersten beiden Etappen angeboten. 7 Tage kosten 790.- DM inkl. Halbpension, Reiserücktrittskostenversicherung, Urkunde und Abzeichen der Bergsteigerschule.

 

1993

Die erste Trekkingtour nach Nepal führt im Frühjahr in die Dolpo Region. Seit 4 Jahren ist diese Region für Trekkinggruppen geöffnet und die Bergsteigerschule Zugspitze gehört zu den ersten deutschen Bergsteigerschulen die diese Region überhaupt bereist.

adidas wird auf die Bergsteigerschule Zugspitze aufmerksam und wirbt zum ersten Mal im Katalog.

 

1994

Die Bergsteigerschule Zugspitze wird 25 Jahre alt. Unsere Bergführer sind mit treuen Stammgästen im gesamten Alpenraum unterwegs. Mittlerweile wird sehr erfolgreich der Dolomiten Höhenweg Nr. 4 angeboten. Neben Trekking im Dolpo wir eine weitere Trekkingreise in die Everest Region mit Besteigung des Island Peaks 6189m ins Programm aufgenommen.

 

1995

Seit Jahren wird jetzt schon die Haute Route von Chamonix nach Saas Fee angeboten. Der Preis liegt bei 930.- DM für 8 Tage bei 5 Teilnehmern. Auch in diesem Jahr wie in den Jahren zuvor ist Sepp Dengg mit Gästen auf Skitouren in Norwegen und Marokko unterwegs.

 

2006

Das Internet macht auch vor der Bergsteigerschule Zugspitze nicht halt und so geht in diesem Jahr eine Webseite online. Gästen die noch nicht über einen Anschluss verfügen, wird das Programm selbstverständlich zugeschickt.