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Die touristische Entwicklung der Zugspitze

Das touristische Potential der Zugspitze wurde schon sehr früh, ab den 1920er Jahren entdeckt. Ab diesem Zeitpunkt entbrannte ein Wettlauf der beiden Länder Deutschland und Österreich um die touristische Erschließung des Berges. Nach 14-monatiger Bauzeit konnten die Österreicher 1926 die erste Bergbahn in Betrieb nehmen. Sie führte von Ehrwald zum Zugspitz-Westgipfel, bis in eine Höhe von 2.805 Metern. Mit einer Kabinengröße ausgelegt für 19 Personen, einer Gesamtkapazität von 80 Gästen pro Stunde und einer Fahrzeit von 16 Minuten war diese Bergbahn zwar nicht die leistungsstärkste, für damalige Zeiten aber bereits eine technische Meisterleistung und ein wichtiger Meilenstein in der Erschließungsgeschichte. Der restliche Gipfelanstieg von etwa 150 Höhenmetern musste vorerst weiterhin zu Fuß bewältigt werden. Erst vier Jahre später, am 8 Juli 1930, gelingt es Deutschland die Zahnradbahn ab Garmisch zu eröffnen, die mit mehreren Zwischenhalten auf das Zugspitzplatt führt und am Hotel Schneefernerhaus endet. Noch im Januar des darauffolgenden Jahres wird mit der Einweihung des Schneefernerhauses, damals höchstes Hotel Deutschlands, und der Inbetriebnahme der Gipfelseilbahn gleich doppelt gefeiert. Für die Deutschen geht damit erstmals ein Traum in Erfüllung – die Erschließung des Zugspitzgipfels durch eine Bergbahn ist geschafft!

Der Gipfel der Zugspitze

 

Die neue Zugspitzbahn – Rekordverdächtig Richtung Himmel

Seit 21. Dezember 2017 ist es soweit – die neue „Zugspitzbahn“ zieht ihre Bahnen vom Eibsee zum Zugspitzgipfel. Damit verläuft sie fast auf derselben Trasse, wie die alte „Eibsee-Seilbahn“. Lange diskutiert war das ca. 50 Millionen schwere Bauvorhaben, das die Besucherzahlen von ca. 500.000 Personen pro Jahr langfristig nochmals um etwa 10 % anheben soll. Klar ist, dass die bisherige Pendelseilbahn aus dem Jahr 1963 mit einer Beförderungskapazität von 240 Gästen pro Stunde diesem massiven Besucheransturm nicht mehr gewachsen war. Durch die neue Anlage soll eine Entzerrung stattfinden und Warteschlangen am Berg und im Tal Geschichte sein. Möglich macht dies erst eine Beförderungskapazität von 120 Personen pro Kabine und bis zu 580 Personen pro Stunde. Gleichermaßen attraktiv soll die Bahn dabei für Sportler und Ausflügler sein und einen wichtigen Beitrag zur bereits jetzt sehr touristisch geprägten Region leisten. Bautechnisch betrachtet ist den Ingenieuren nach ca. 6 Jahren Planung und Umsetzung ein wahres Meisterwerk gelungen. Dafür wurde im Tal und auf knapp 3.000 Metern durchgehend gearbeitet, auch im Winter unter widrigsten Bedingungen. Allein jedes der vier verbauten Drahtseile wiegt 153 Tonnen, die beiden Zugseile jeweils 30 und 39 Tonnen. Die neue Bergbahn bietet nicht nur topmoderne Beförderung nach neuestem technischem Know-how und Komfort, sondern bricht nebenbei auch noch drei Weltrekorde:

- Mit 127 Metern höchste jemals verbaute Seilbahnstütze einer Pendelbahn

- Größter Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern zwischen Berg- und Talstation (in einer Sektion)

- Mit 3.213 Metern längstes freies Spannfeld von der einzig verbauten Stütze zur Bergstation

 

Durch die in den Kabinen verbaute, bodentiefe Rundumverglasung mit Scheibenheizung garantiert die Bahn während der knapp 10-minütigen Fahrt ein tolles Panorama, auch im Winter. So kann man bei guten Sichtverhältnissen sehr schöne Tiefblicke auf den Eibsee, die Waxensteine und die Alpspitze genießen. Auch im Preis ist diese neue Bahn allerdings rekordverdächtig, knapp 60 € kostet eine Berg- und Talfahrt auf Deutschlands höchsten Berg. Etwas ironisch ist dies schon, vergleicht man den Betrag mit den Bergführerpreisen von 1978. So verlangte die Bergsteigerschule Zugspitze für eine Führung von 4 Personen damals 60 DM p. P./Tag – entsprechend einem Bahnticket heute!

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Die älteste Bergsteigerschule Deutschlands

Sepp Dengg – Bergführer-Urgestein der ersten Generation – hatte 1969 erstmals die Vision, eine kommerzielle Bergschule als Einzelunternehmen zu eröffnen. Der gebürtige Garmisch-Partenkirchener wagte den Schritt und gründete mit der „Bergsteigerschule Zugspitze“ die bis heute älteste Alpinschule Deutschlands. Noch wusste er nicht, dass in den kommenden Jahren viele seinem Vorbild folgen würden. Nach der Eröffnungstour auf die Zugspitze spielten sich die ersten Jahre hauptsächlich in den heimischen Bergen ab. Vom Pioniergeist angetrieben ging der Blick jedoch längst über den Tellerrand hinaus, sodass 1978 sein Stammbergführer Hubert Hillmaier als erster deutscher Bergführer den Everest bestieg. Zunehmend entwickelte Sepp das Unternehmen weiter, plante neue Trekkingtouren, Fernreisen und alpinen Angebote. Was mit viel Mut und Pioniergeist vor über 45 Jahren begann, wird heute mit den selben Zielen und Werten durch die Alpine Welten Familie weitergelebt.

 

Die ganze Geschichte gibt es hier nochmal zum Nachlesen.

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