Auf 2.384 m, eingebettet in die wilde Bergwelt der Verwallgruppe, steht die Darmstädter Hütte. Die Schutzhütte der Sektion Darmstadt-Starkenburg dient uns als Stützpunkt für Bergwanderungen – allen voran die mehrtägige Verwallrunde. Ringsum erheben sich die schroffen Dreitausender: Kuchenspitze (3.148 m) und Saumspitze (3.039 m) prägen das Panorama.
Die Verwallgruppe zeigt sich hier von ihrer alpinen Seite – steile Grasflanken wechseln mit Felsgraten, dazwischen liegen hochalpine Kare. Von der Darmstädter Hütte führen Übergänge zu den Nachbarhütten: zur Niederelbehütte über das Seßladjoch, zur Konstanzer Hütte über das Kuchenjoch. Die Faselfadspitze fordert mit einer Kletterei im II. Grad. Direkt im Umfeld der Hütte finden sich sieben Klettergärten.
Übernachten auf der Darmstädter Hütte
Die Berghütte hat 77 Schlafplätze. Nach der Tour trocknet die nasse Ausrüstung in den Trockenräumen. Ein Winterraum mit 8 Schlafplätzen steht auch außerhalb der Saison zur Verfügung.
Zustieg zur Darmstädter Hütte
Der klassische Aufstieg beginnt in St. Anton am Arlberg (1.304 m) – von dort führt der Weg in rund 3,5 Stunden und 700 Höhenmetern hinauf zur Hütte. Mit der Rendlbahn verkürzt sich die Gehzeit auf 2 bis 2,5 Stunden. Alternative Zustiege führen von Ischgl über die Doppelseescharte (2.786 m) oder von der Konstanzer Hütte (1.688 m) über das Kuchenjoch (2.730 m) – beide dauern etwa 5 Stunden.
Gut zu wissen
Die Darmstädter Hütte wurde bereits 1889 erbaut. Etwa eine Gehstunde oberhalb der Hütte liegen große Wrackteile eines Schulflugzeuges – eine Siebel Si 204 prallte hier 1944 gegen die Kuchenspitze.
