Die Haindlkarhütte steht auf 1.121 m im Haindlkar – einem steilen Talschluss im Nationalpark Gesäuse, überragt von den gewaltigen Nordwänden der Hochtorgruppe. Die Schutzhütte der Sektion Austria nutzen wir als Stützpunkt für alpine Klettertouren in den senkrechten Kalkwänden der Ennstaler Alpen.
Über der Hütte ragen Hochtor (2.369 m) und Großer Ödstein (2.335 m) auf – ihre Nordseiten fallen in steilen Felswänden ab, durchzogen von Kletterrouten bis zum neunten Schwierigkeitsgrad. Die exponierte Lage im Kar macht die Haindlkarhütte zum Ausgangspunkt für Kletterer, die die wilden Nordwände der Gesäuseberge suchen. Ein Übergang zur Hesshütte führt über den Peternpfad und die Peternscharte.
Die Geschichte der Hütte ist geprägt von der Naturgewalt des Kars: Die erste Haindlkarhütte wurde 1923 erbaut und noch im selben Jahr von einer Staublawine zerstört. Der Neubau von 1924 fand Schutz hinter einem mächtigen Felsblock – dem sogenannten "Hüttenblock". Die heutige Hütte stammt aus den Jahren 1958–1960. Am 25. Mai 2016 ereignete sich ein Felssturz am Peternpfad, der die alpine Ernsthaftigkeit dieser Bergwelt unterstreicht.
Übernachten auf der Haindlkarhütte
Die Berghütte hat Schlafplätze und Duschen. Ein Schutzraum steht unversperrt zur Verfügung, die Versorgung erfolgt über eine Materialseilbahn.
Zustieg zur Haindlkarhütte
Vom Parkplatz Haindlkar führt der Weg in 1,5 Stunden durch steiles Gelände zur Hütte – 542 Höhenmeter, im oberen Teil gesichert mit Ketten und Stahlseilen. Alternative Zustiege führen von Johnsbach über die Gsengscharte. Für die Anreise steht das Gesäuse Sammeltaxi zur Verfügung.
