Das Hospice du Grand Saint Bernard steht auf 2.469 m am gleichnamigen Alpenpass zwischen Wallis und Aostatal. Seit 1050 empfängt das von Bernard de Montjoux gegründete Hospiz Reisende auf der Passhöhe – die Bergführer nutzen es als Stützpunkt für Skitouren vom Großen St. Bernhard Pass bis nach Aosta. Die religiöse Gemeinschaft betreut das ganzjährig geöffnete Haus, das zu den ältesten durchgehend bewohnten Gebäuden der Alpen zählt.
Der Pass verbindet die Walliser mit den italienischen Alpen – ein historischer Übergang, der im Winter zur hochalpinen Skiroute wird. Von hier öffnet sich das Tourengelände zwischen Mont Vélan (3.727 m) und Grand Combin. Die Abfahrten führen durch vergletschertes Gelände und wilde Täler hinunter ins Aostatal. Im Sommer sind die berühmten Bernhardinerhunde vor Ort, die einst Reisende aus dem Schnee retteten.
Das Gebäude erzählt Geschichte – erbaut 1001, steht es seit über einem Jahrtausend an diesem exponierten Ort. Wind und Wetter trotzend, markiert das massive Steingebäude die Passhöhe. Die höchstgelegene Kirche Europas ist Teil des historischen Komplexes, ebenso das Museum zur Geschichte des Passes.
Übernachten im Hospice du Grand Saint Bernard
Das Hospiz bietet einfache Unterkunft in der Tradition der Gastfreundschaft. Im Sommer steht die Auberge de l'Hospice mit 30 Schlafplätzen zur Verfügung. Das Museum zur Geschichte des Passes und die höchstgelegene Kirche Europas befinden sich im historischen Gebäudekomplex.
Zustieg zum Hospice du Grand Saint Bernard
Der Zustieg erfolgt von Bourg-Saint-Pierre über die Passstraße. Im Winter führt die Route durch das verschneite Tal hinauf zur Passhöhe auf 2.469 m.
