Die Jamtalhütte steht auf 2.165 m im Talschluss des Jamtals – dort wo sich das Tal zum weiten Gletscherbecken der Silvretta öffnet. Die Schutzhütte der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins dient uns als Stützpunkt für Skihochtouren zum Piz Buin und die Hochtourenwoche Silvretta. Als alpines Ausbildungszentrum des DAV hat die Hütte eine 120 qm große Kletterhalle und zwei Seminarräume mit Beamer.
Von der Jamtalhütte ziehen die Routen zu Fluchthorn und Dreiländerspitze. Das Jamtal liegt am Beginn des Fuschöltals – von hier führen Übergänge zur Wiesbadener Hütte, zur Heidelberger Hütte und in die Schweiz. Im Winter nutzen wir die Hütte für Skitourenkurse, Schneeschuhtouren und Skidurchquerungen durch die vergletscherte Silvretta.
Die Tiroler Bergrettung betreibt hier ihr Ausbildungszentrum mit Eiskletterturm und Seilbahnanlagen. Nach dem Lawinenschaden 1999 wurde die Jamtalhütte lawinensicher mit abgesenktem Stahlbetondach umgebaut – heute eine der modernsten Schutzhütten der Ostalpen.
Übernachten auf der Jamtalhütte:
220 Schlafplätze stehen zur Verfügung. Eine Selbstversorgereinheit im Winterraum kann außerhalb der Bewirtschaftungszeiten genutzt werden. Trockenräume und Skiräume sind vorhanden, die Hütte hat Netzstrom durch ein 20-kV-Kabel.
Zustieg zur Jamtalhütte:
Der Hauptzustieg führt von Galtür durch das Jamtal – 700 Hm, rund 3 Stunden Gehzeit. Parkmöglichkeiten auf der Schneibenalpe und Mentaalpe verkürzen den Zustieg. Im Winter folgt man der gespurten Route durch das verschneite Tal, vorbei an steilen Flanken bis zum Talboden unterhalb der Hütte.
Gut zu wissen:
Die Jamtalhütte wurde bereits 1882 erbaut und hat sich zum alpinen Ausbildungszentrum entwickelt. Nach schweren Lawinenschäden 1999 erfolgte der moderne Umbau – das abgesenkte Dach schützt die Hütte vor den gewaltigen Schneemassen des Jamtals.
