Das Kalser Tauernhaus steht auf 1.755 m im Nationalpark Hohe Tauern – dort, wo das Dorfertal in die hochalpine Welt übergeht. Die Berghütte der DAV Sektion Mönchengladbach dient uns seit 1930 als Stützpunkt für Touren in der östlichen Glocknergruppe.
Von hier führen die Wege zum Medelzkopf (2.760 m) und über den Kalser Tauern (2.518 m). Die Übergänge zu den Nachbarhütten sind lang und hochalpin – zur Sudetendeutschen Hütte auf 2.650 m sind es 4,5 Stunden, zur Stüdlhütte auf 2.801 m sogar 5,5 Stunden. Das Kalser Tauernhaus nutzen wir als Ausgangspunkt für Glocknertouristen, wie es die Kalser Bergführer bereits bei der Erbauung 1928–1930 vorsahen.
Übernachten im Kalser Tauernhaus:
Die Berghütte bietet 50 Schlafplätze. Warmes Wasser und Waschräume sind vorhanden, ebenso ein Trockenraum für nasse Ausrüstung. Die Stromversorgung erfolgt über ein eigenes Wasserkraftwerk, das Abwasser wird in einer vollbiologischen Kläranlage gereinigt – die Hütte trägt seit 2006 das Umwelt-Gütesiegel.
Zustieg zum Kalser Tauernhaus:
Der Hauptzustieg startet in Taurer auf 1.521 m und führt in 1,5 Stunden über 234 Höhenmeter zur Hütte. Alternativ erreicht man das Kalser Tauernhaus von der Moar-Alm (1.793 m) ebenfalls in 1,5 Stunden – dieser Weg über eine Stiege erfordert jedoch Trittsicherheit. Nach Rücksprache ist ein Gepäcktransport möglich.
Gut zu wissen:
Die Geschichte des Kalser Tauernhauses ist eng mit dem Bergsteigen am Großglockner verbunden. Kalser Bergführer initiierten den Bau, um einen Stützpunkt für Glocknertouristen zu schaffen. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Hütte am 28. Juni 1931 eingeweiht. Heute steht sie im Nationalpark Hohe Tauern und zeigt mit ihrem Umwelt-Gütesiegel, wie moderne Berghütten mit der sensiblen Hochgebirgsnatur im Einklang stehen können.
