Das Rifugio Boccalatte – Piolti steht auf 2.804 m im Val Ferret am Fuß der Nordwände der Grandes Jorasses. Die Schutzhütte der Sezione Torino des CAI nutzen wir als hochalpinen Stützpunkt für anspruchsvolle Touren im italienischen Mont-Blanc-Massiv.
Von hier führen die Routen zur Punta Walker (4.208 m) und zur Pointe Whymper (4.184 m) – zwei der markantesten Gipfel der Grandes Jorasses. Das Rifugio steht zwischen den Gletschern Ghiacciaio di Planpincieux und Ghiacciaio delle Grandes Jorasses. Die exponierte Lage macht die Hütte zu einem der abgeschiedensten Stützpunkte im Mont-Blanc-Gebiet.
Übernachten im Rifugio Boccalatte – Piolti
Die Berghütte hat 25 Schlafplätze. Seit 2016 ist das Rifugio wieder bewirtschaftet. Im Winter steht die Hütte als Bivacco di emergenza zur Verfügung – unbewirtschaftet, aber als Notunterkunft nutzbar.
Zustieg zum Rifugio Boccalatte – Piolti
Der Zustieg beginnt in Planpincieux auf 1.578 m und führt in rund 4 Stunden über 1.224 Höhenmeter zur Hütte. Der Weg weist einige Schwierigkeiten auf – alpine Erfahrung und Trittsicherheit sind erforderlich.
Gut zu wissen
Das Rifugio wurde 1881 erbaut und ist eines der ersten Rifugi auf der italienischen Seite des Mont-Blanc-Massivs. Benannt ist es nach den Turiner Bergsteigern Gabriele Boccalatte und Mario Piolti, die 1938 an der Aiguille de Triolet tödlich verunglückten. Seit 2001 versorgen Solarpanele die Hütte mit Strom.
