Das Rifugio Omio steht auf 2.100 m im oberen Valle dell'Oro – tief eingeschnitten zwischen den Granitwänden der Bernina-Alpen. Die Schutzhütte der S.E.M. Milano nutzen wir als Ausgangspunkt für die großen Kletterberge des Val Masino: Pizzo Badile und Pizzo Cengalo ragen hier als markante Granitpfeiler in den Himmel.
Von der Hütte führen die Routen zu den berühmten Nordwänden – der Badile-Nordkante und den Routen am Cengalo. Das Rifugio Omio steht am Sentiero Roma, dem Höhenweg durch die Bergeller Berge. Über das Rifugio Gianetti (2.534 m) in drei Stunden oder zum Rifugio Luigi Brasca (1.304 m) in gut dreieinhalb Stunden verbindet der Weg die Täler und Hütten der Region.
Die Geschichte der Hütte ist bewegt: 1937 erbaut, 1944 von deutschen Truppen niedergebrannt, weil sie der Resistenza als Stützpunkt diente. 1948 wiederaufgebaut, steht sie heute wieder als robuste Schutzhütte im kargen Hochtal – benannt nach Antonio Olmo, der 1935 an der Punta Rasica verunglückte.
Übernachten auf dem Rifugio Omio
Die Berghütte bietet 30 Schlafplätze. Ein Winterraum mit 9 Plätzen steht ganzjährig offen. Die Ausstattung ist funktional mit Gemeinschaftsbad und heißer Dusche – alpin-italienischer Standard in exponierter Lage.
Zustieg zum Rifugio Omio
Der Normalzustieg führt von Bagni di Masino (1.172 m) durch das Valle dell'Oro zur Hütte – 928 Höhenmeter, die man in zwei bis drei Stunden bewältigt. Der Weg zieht durch Lärchenwälder und über Geröllfelder, während sich die Granitwände immer höher auftürmen.
