Die Simonyhütte steht auf 2.205 m knapp unterhalb des Hallstätter Gletschers – im Herzen des UNESCO-Welterbes Hallstatt-Dachstein. Die Berghütte der ÖAV Sektion Austria nutzen wir als Stützpunkt für Hochtouren im Dachsteinmassiv, vor allem die Besteigung des Hohen Dachstein (2.995 m).
Das Karstplateau prägt die Umgebung – zerklüfteter Fels, tiefe Dolinen, das gleißende Weiß des Gletschers. Von hier führen die Routen zum Hohen Dachstein und zum Hohen Gjaidstein (2.794 m). Die Simonyhütte steht am Übergang zwischen dem Hallstätter Gletscher und dem felsigen Gelände des Dachsteinplateaus. In einer überdachten Doline direkt bei der Hütte steht ein Indoor-Kletterareal – ungewöhnlich auf dieser Höhe.
Die exponierte Lage bringt Herausforderungen: Im Winter herrscht Wasserknappheit, die Versorgung erfolgt nur per Hubschrauber. Die karge Hochgebirgslandschaft des Dachsteins zeigt sich hier in ihrer ganzen Intensität – Fels, Eis und weite Karstflächen.
Übernachten auf der Simonyhütte
Die Berghütte hat 136 Schlafplätze. Duschen sind im Winter wegen der Wasserknappheit nicht möglich. Die Hütte hat eine eigene Kläranlage.
Zustieg zur Simonyhütte
Von der Krippenstein Bergstation (1.750 m) führt der markierte Weg über das Karstplateau zur Hütte – 600 Höhenmeter, knapp 3 Stunden. Der alternative Zustieg von Hallstatt dauert 5-6 Stunden durch das wilde Gelände. Übergänge sind zum Wiesberghaus Richtung Hallstatt und zur Gjaidalm nach Obertraun möglich.
Gut zu wissen
Bereits 1843 stand hier das erste "Hotel Simony" im Wildkar. Der Naturforscher Friedrich Simony wählte 1876 den heutigen Standort aus – ein Jahr später wurde die neue Hütte eröffnet. Hinter der Simonyhütte steht die kleine Dachsteinkapelle. Die Hütte trägt das Umweltgütesiegel und steht im Natura2000-Gebiet, Zelten ist daher verboten.
