Die Vermigelhütte steht auf 2.042 m im Talboden des Unteralptals – dort wo sich die Gotthardgruppe in weite Hochmulden öffnet. Die SAC-Hütte der Sektion Zofingen nutzen wir als Stützpunkt für den Vier-Quellen-Weg in der Zentralschweiz. Von hier führen die Wege zu den Quellgebieten von Rhein, Reuss, Ticino und Rhone – vier Flüsse, die von diesem Bergmassiv in alle Himmelsrichtungen fließen.
Wanderer erreichen von der Vermigelhütte aus den Piz Ravetsch (3.007 m) und den Pizzo Centrale (2.999 m). Die Hütte verbindet die Pässe der Region – zum Maighelspass, zum Sellapass, ins Gotthardgebiet. Der sonnige Platz auf Sunnsbiel ersetzt seit 1974 die alte Militärunterkunft, die direkt an der Felswand stand und winters im Schnee versank. Die neue Vermigelhütte entstand in dreijähriger Fronarbeit der SAC Sektion Zofingen.
Übernachten auf der Vermigelhütte
36 Schlafplätze stehen in der Berghütte zur Verfügung. Ein Winterraum ist vorhanden.
Zustieg zur Vermigelhütte
Von Andermatt führt der Hauptzustieg in 2,5 Stunden über 630 Höhenmeter zur Hütte. Alternative Routen: vom Oberalppass in 4 Stunden über den Maighelspass, vom Gotthardpass in 5,5 Stunden über den Sellapass. Die alpine Route vom Gemsstock (2.961 m) ist weiss-blau-weiss markiert und dauert 2,5 bis 3 Stunden – eine T4-Tour für erfahrene Berggeher.
Gut zu wissen
Die Geschichte der Hütte beginnt 1946 mit einer ehemaligen Militärunterkunft, die die SAC Sektion Zofingen erhielt. Der Standort direkt an der Felswand war ungünstig – kaum Sonnenlicht, im Winter komplett eingeschneit. Von 1971 bis 1974 bauten die Sektionsmitglieder die heutige Hütte in Fronarbeit an sonnigerer Stelle auf Sunnsbiel.
