Der Bergfuehrer uebernimmt die Sicherung am Jubilaeumsgrat von der Zugspitze

 

Die Zugspitze – ein Berg mit viel Tradition und Geschichte. 1820 erstbestiegen zieht Deutschlands höchster Berg noch heute zahlreiche Entdecker in seinen Bann. Dabei könnte die Vielfältigkeit der Aufstiegsvarianten kaum größer sein. Über historische Pfade oder Klettersteige, durch weite Almtäler mit Berghütten oder über luftige Kletterpassagen – die Zugspitze hat für jeden die passende Variante!

Tour 1 - Durch das Reintal

Dieser Weg ist der längste auf die Zugspitze, dafür aber einer der schönsten. Im Gegensatz zu seinen kürzeren Konkurrenten bietet er eine herrliche Stille und Einsamkeit, fernab von Tourismus und Bergbahnen. Da auf diesem Weg bis auf eine kurze Schlussetappe keine technischen Schwierigkeiten zu erwarten sind, kann man sich voll auf die Landschaft einlassen! Mit Start in Garmisch verläuft die Route über die Bockhütte und weiter zur gemütlichen Reintalangerhütte (1.369 m). Hier bietet sich bereits die erste Übernachtungsmöglichkeit an. Durch das Brunntal führt der weitere Wegverlauf bis zur Knorrhütte (2.051 m, zweite Übernachtungsmöglichkeit) und zum weitläufigen Zugspitzplatt. Am Ende heißt es nochmal Kräfte sammeln, denn der Weg zum Gipfel verläuft über ein steiles Schuttfeld und einen versicherten Steig. Oben eröffnet sich ein grandioses 360° Panorama, das alle Anstrengung direkt vergessen lässt.

2.200 Hm | 22 km | Start ab Garmisch-Partenkirchen

Tour 2 - Durch das Höllental

Als eine der schönsten Wanderungen im deutschen Alpenraum gilt auch die Tour durchs Höllental auf die Zugspitze. Bereits am Anfang geht es spannend und geschichtsträchtig los, mit einem Steig durch die Höllentalklamm, die im Jahr 1905 nach 3-jähriger Bauzeit erstmals eröffnet wurde. An deren Ende liegt die Höllentalangerhütte (1.381 m), ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und als Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg zum Gipfel. Zuerst durch malerische Landschaft, später über „Brett“ und „Leiter“ führt der Weg weiter zu einem spektakulären, mit Stahlstiften versicherten Steig und danach vorbei am Hochblassen in Richtung des Höllentalferners. Dieser wird mit Steigeisen und meist ohne Seil gequert. Hauptschwierigkeit bildet dabei die Randkluft, deren Abstand zu den Felsen mit abschmelzendem Eis immer größer wird. Ist diese erst einmal überwunden verläuft der Endspurt über einen mittelschweren Klettersteig direkt bis zum Gipfel.

2.200 Hm | 10 km | Start ab Hammersbach

Tour 3 - Über den "Stopselzieher" (Österreichisches Schneekar)

Perfekt für heiße Sommertage und Klettersteig-Liebhaber ist der Weg zur Zugspitze über den „Stopselzieher“. Betrachtet man die Felsflanken der westlichen Bergseite aus der Ferne, ist kaum vorstellbar, dass dort ein Weg hindurchführt, der auch „normalen“ Bergsteigern möglich ist. Dieser zugleich kürzeste Weg auf die Zugspitze verläuft zuerst über die Wiener-Neustädter-Hütte (2.209 m) und anschließend zum Österreichischen Schneekar. Der dort beginnende Klettersteig zieht sich durch die gesamte Westflanke des Berges. Vorbei am „Stopselzieher“, einer ausgewaschenen Höhle mit mehreren Ausgängen, immer hinauf Richtung Gipfel.

1.700 Hm | 6 km | Start ab Talstation Zugspitzbahn, Ehrwald

Zugspitztour Klettersteig Stopselzieher

 

Tour 4 - Über den Jubiläumsgrat

Ein spektakulärer, technisch anspruchsvoller und der ausgesetzteste Weg führt über den Jubiläumsgrat auf Deutschlands höchsten Berg. Dieser gehört mit seinen knapp 8 km Länge zwischen Alpspitze und Zugspitzgipfel zu den „Großen Touren“ der Ostalpen. Mit Kletterschwierigkeiten bis zum unteren dritten Grad und kaum Rückzugsmöglichkeiten im Gratbereich ist diese Tour eine sehr ernsthafte Angelegenheit und ohne die notwendige Erfahrung nicht zu empfehlen. Der Grat ist an den schwierigsten Stellen mit Drahtseilen versichert, aber dennoch kein Klettersteig! Es gibt zwei Möglichkeiten den Jubiläumsgrat anzugehen, entweder im Aufstieg vom Tal zum Gipfel, oder andersherum mit Start vom Berg. Die meistbegangene Variante führt von der Zugspitz-Gipfelstation (2.962 m) bis zur Alpspitze (2.628 m) und dann im Abstieg über die Ferrata zur Alpspitzbahn. Alternativ ist auch der Abstieg über das Matheisenkar ins Höllental möglich. Je nach Variante bietet sich vor allem das Münchner Haus (am Zugspitzgipfel) oder die Höllentalangerhütte für eine Übernachtung an. Im Gratverlauf selbst gibt es bis auf eine Biwakschachtel für den Notfall keine Übernachtungsmöglichkeit. Ganz egal in welche Variante – ein spektakulär luftiges Erlebnis ist der „Jubigrat“ immer!

Vom Tal aus: 2.300 Hm | Start ab Hammersbach

Vom Berg aus: 1.200 Hm | Start ab Münchner Haus

Tour 5 - Über Ehrwalder Alm und Gatterl

Als Ein- oder Zweitagstour? Vor dieser Entscheidung stand wohl schon so mancher Wanderer bei der Überlegung dieser Aufstiegsvariante. Von der Talstation der Bergbahn in Ehrwald führt der Weg vorbei am Tirolerhaus und dem Gasthof Ehrwalder Alm (1.502 m) zur Hochfeldernalm. Über den „Max-Klotz-Steig“ gehts zum Feldernjöchl (2.041 m) und immer weiter bis zum „Gatterl“, dem Übergang von Österreich nach Deutschland, der durch ein altes Drahttor passiert wird. Ab hier wird der Blick auf die Zugspitze frei, die noch unglaublich fern erscheint. Eine ideale Rast und Übernachtungsmöglichkeit bietet die Knorrhütte, die auf 2.051 m direkt am Wegverlauf liegt. Über das Zugspitzplatt und einen versicherten Steig geht es immer hinauf Richtung Gipfel (gleich wie Reintalroute). Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Eine grandiose, aber lange Bergtour – mit wunderschönen Bergblicken, facettenreicher Natur und ein bisschen Nationalgeschichte.

2.100 Hm | 14 km | Start ab Talstation Zugspitzbahn, Ehrwald

Tour 6 - Durch die "Eisenzeit"

Eine sehr anspruchsvolle Tour führt durch die Nordwand der Zugspitze über die 2014 wiederentdeckte Route „Eisenzeit“. Dieser Anstieg ist definitiv kein Klettersteig, sondern als alpine Klettertour einzustufen. Wegfindung und Orientierung stellen neben den Kletterschwierigkeiten bis zum 4. Grad die größten Probleme dar. Früher nutzen Arbeiter die Pfade für den Bau an der Zahnradbahn, die 1930 fertig gestellt wurde und Gäste von Garmisch direkt ins ehemalige Hotel „Schneefernerhaus“ am Zugspitzplatt transportierte. Die anfangs noch verfallenen Steige werden dabei im Wegverlauf zunehmend steiler und unübersichtlicher. Es folgen 14 Seillängen Kletterei, die bei richtiger Routenwahl geschickt die Schwachstellen der imposanten Wand umgeht und am Riffelgrat endet. Ab dort verläuft der Anstieg gleich wie bei den Varianten über Reintal und Gatterl über den „Höllentalsteig“ zum Zugspitzgipfel. Wer sich für diesen Weg entscheidet, den erwartet ein grandioser Wander- und Klettermix über verlassene, alte Pfade, durch Stollen, über luftige Steige und mit einzigartigen Tiefblicken auf den türkis schimmernden Eibsee. Zahlreiche alte Eisenreste lassen einen die frühere Baugeschichte dabei hautnah erleben und geben einen Eindruck über die Arbeitsbedingungen und den Mut der Handwerker vor ca. 90 Jahren.

2000 Hm | Start ab Zahnradbahn, Eibsee

Blick aus der Zugspitze Nordwand Route Eisenzeit

 

Dein Abenteuer beginnt!

Als Inhaber der Pionierbergschule Zugspitze, der ersten deutschlandweiten Bergsteigerschule, haben wir über die Jahre ein sehr umfangreiches Programm an Bergtouren entwickelt. Unseren "Hausberg" kennen wir wie kaum ein anderes Ziel und führen seit vielen Jahren regelmäßig Touren auf allen Besteigungsvarianten durch. Werde ein Teil dieser Geschichte und erkunde mit uns die Zugspitze!

Reise-Details
Zugspitze über die Wiener Neustädter Hütte
Über die Wiener Neustädter Hütte und den leichten Stopselzieher Klettersteig auf Deutschlands höchsten Berg. Aussichtsreiche Talfahrt mit der Bayerischen Zugspitzbahn zurück zum Eibsee. Eine Zwischenübernachtung auf der Hütte möglich.
Reise-Details
Zugspitze Klettersteig Höllental
Einer der schönsten und anspruchsvollsten Wege auf den höchsten Gipfel Deutschlands. Über das Höllental und den Klettersteig auf die Zugspitze (2.962 m).
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Jubiläumsgrat Zugspitze Tagestour
Über den 8 km langen Jubiläumsgrat von der Zugspitze bis zur Alpspitze. Die wohl berühmteste Tour am Zugspitzmassiv.
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Der Weg der Erstbegeher zur Zugspitze
Auf dem Weg der Erstbegeher. Ein Bergwander-Wochenende auf die Zugspitze, den höchsten Berg Deutschlands.
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EISENZEIT - Wie die Tunnelbauer zur Zugspitze
Bergsteigen auf den alten Steigen der Tunnelbauer, und Klettern auf neuen Routen zum Gipfel der Zugspitze. Große Neutour der beiden Zugspitzbergführer Michi Gebhardt und Bernd Hettich mit Geschichte zum Anfassen.
Reise-Details
Auf die Zugspitze wandern | Mit Höllentalklamm
Wandern in seiner schönsten Form. Von Hütte zu Hütte durch das malerische Reintal auf die Zugspitze.

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